Diemel und Weser laden zum Kanusport ein

Die Diemel ist nicht nur der drittgrößte Zufluss der oberen Weser (nach deren eigentlichen Quellflüssen Werra und Fulda), sondern auch ein notorischer Grenzgänger: Sein Lauf kreuzt zwischen Willingen, Diemelsee, Marsberg und Bad Karlshafen mehrmals die Grenze zwischen Sauerland und Upland bzw. den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Hessen. Da er sich dabei im Lauf von Jahrtausenden ein Teil zwischen die wildesten Berge jener Mittelgebirge gegraben hat, gehört das Diemeltal nicht zu den dichtbesiedelten Regionen Deutschlands. Und so ist der Fluss ein Eldorado für Kanufreunde, aber auch seltene Tiere und Pflanzen haben sich die Ufer des Flusses als Heimat gewählt.

Doch gerade weil die Diemel ein ökologisch wertvolles Gewässer darstellt, ist der Kanusport auf dem Fluss seit 2007 nur noch unter Auflagen möglich. Jede Kanufahrt muss vorher angemeldet werden! Außerdem dürfen auf den Abschnitten Haueda-Stammeln und Trendelburg-Bad Karlshafen täglich nur 75 Boote unterwegs sein - eine Kapazität, die sich lokale Vereine, gewerbliche Anbieter und private Paddler nach einem bestimmten Schlüssel teilen müssen.

Bad Karlshafen, Mündungsort der Diemel in die Weser, liegt inmitten des Kanusport-Reviers Weser: Der Oberlauf der Weser, also das Weserbergland zwischen Hannoversch Münden und Porta Westfalica, gehört zu den angesagtesten Wasserstrecken für Kanuten in ganz Deutschland. Die Weser ist auf diesem Abschnitt bereits Wasserstraße und breit genug für "Gegenverkehr". Sie weist streckenweise ein hübsches Gefälle auf, hat aber auch ihre eher ruhigen Etappen. Und sie bietet genügend Gelegenheiten für diverse Zwischenstopps: Hameln, Deutsche Märchenstraße, Weserrenaissance... Stichworte genug für die Binsenweisheit, daß auch für Kanuten die Welt nicht an beiden Ufern zu Ende ist.