Kanutouren durch den Spreewald

Eines der schönsten und idyllischsten Kanugebiete Deutschlands findet der Paddler im Spreewald im südlichen Brandenburg. Hier auf der halben Strecke zwischen Berlin und Dresden verzweigt sich die Spree in ein wahres Labyrinth. Im Spreewald ist eine der letzten Minderheiten Deutschlands, die Sorben der Niederlausitz, zu Hause. Wer den Spreewald nicht mit dem Kanu erkunden möchte, kann sich von einem Fährmann oder auch -frau mit den traditionellen Kähnen durch die scheinbar endlosen Fließe und Kanäle staken lassen. Ein ausgeklügeltes System an Schleusen sorgt dafür, dass es im Spreewald fast keine Strömung gibt. So kann auch der ungeübte Kanut bequem zum Ausgangspunkt zurück paddeln. Das weitverzweigte Wasserlabyrinth ermöglicht es, eine begonnene Tour jederzeit abzukürzen oder zu verlängern.

Eine der landschaftlich reizvollsten Touren beginnt und endet am Hafen Waldschlößchen in Burg und führt in etwa 4 bis 5 Stunden durch den Hochwald. Hier, in diesem wild-romantischen Teil des Spreewaldes wird die Natur noch sich selbst überlassen. Mit etwas Geduld lassen sich Biber beobachten. Für das leibliche Wohl sorgen immer wieder Gaststätten oder private Anbieter an den Fließen. Besonders zu empfehlen sind die leckeren Spreewälder Gurken in verschiedensten Geschmacksrichtungen. Die Schleusen auf den Fließen lassen sich leicht selbst bedienen. Mit 2 bis 3 Stunden ist die kleine Kauper Fahrt, auch in Burg beginnend, etwas kürzer. Hier geht es in der Siedlung Burg-Kauper sozusagen durch den Vorgarten der Spreewald-Bewohner. Wer in Lübbenau startet, der sollte unbedingt zum Freilichtmuseum nach Lehde paddeln. Hier wurden die typischen Häuser und Gehöfte der Gegend zu einer Freiluftausstellung zusammengetragen. Allerdings ist die Spree zwischen Lübbenau und Lehde gerade an schönen Wochenenden einer der meist befahrenen Abschnitte im gesamten Spreewald.
Das ruhige und flache Wasser der Spree macht dieses Gebiet vor allem ideal für Familien mit Kindern.